Von den Hexen
Die Hexen oder, wie sie eine 80jährige Seedorferin nennt, die Pfaffenkellerinnen müssen jeden Tag für fünf Schilling Schaden anrichten; diesen Auftrag haben sie vom Bösen.
Oft schleichen sie sich als Bettlerinnen ins Haus. Wenn man ihnen jedoch das Almosen mit den Worten darreicht: »So nimm's i Gottsnamä« so werden sie es zurückweisen und sich so verraten.
Wenn man einen Besen verkehrt, d.h. mit dem Wischer nach oben aufstellt, so machen sie sich davon.
Wenn man ihnen eine Sense oder zwei Sensen kreuzweise in den Weg legt, so stolpern sie darüber, und daran kann man sie als Hexen erkennen.
Will die Milch nicht buttern, und vermutet man dabei Zauber, so wirft man etwas Salz ins Butterfass.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.