Die Wetterhexe mit Korb und Stock
Vom Wyler her kam sie, so eine schwarze, und wanderte über das Wylertal, über Blüemlismatt bis in das Buchen, wo sie ausruhte. Auf dem Kopfe trug sie ein altertümliches Häubchen, am Rücken ein Körbchen und in den Händen einen Stock. Wenn sie erschien, konnte man sich auf einen baldigen Platzregen oder auf Hagelschlag gefasst machen. Von ihrer G'hirmi wanderte sie bergaufwärts durch die Stauden gegen die Oppli-Egg, und dann kam regelmässig noch am Abend des nämlichen Tages die Rübi durch das Opplital hinunter.
Ja, wennd diä altä Mannä da z'Silänä nu läbtet, diä wisstet scho z'verzellä; aber ich bi äbä zwenig b'sinnt's meh.
Frau Gerig-Münsch, 91 J. alt, Silenen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.