Schatz beim Pfaffensprung
1. Der Hubel beim Pfaffensprung, hat ein fahrender Schüler gesagt, berge einen kostbaren Schatz und wäre würdig, mit einem Kranze umwunden zu werden.
Sebastian Baumann, Wassen, 60 J. alt
2. Beim Pfaffensprung, so offenbarte ein fahrender Schüler, sei in einem unterirdischen Gang ein grosser Schatz verborgen.1
Peter Walker, 70 J. alt
3. Als es sich darum handelte, ob man die Wassner Kirche in der Moosmatt oder auf dem heutigen Standort oder auf dem Hubel beim Pfaffensprung bauen wolle, grub ein Mann auf dem letztgenannten Hubel, um zu sehen, ob genügend Fundament vorhanden wäre, und stiess dabei auf Kohlen. Nur aus Jux nahm er davon einige Brocken in den Sack. Zu Hause war es Gold. Erneutes Suchen blieb ohne Erfolg.
Frau Wipfli
Fußnoten
1 Es wurde dort im 18. Jahrhundert eine Kristallkluft ausgebeutet.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.