Der Schatz auf dem Leintuch
In einem der sogenannten Kohlgärten gegenüber Amsteg, die jetzt teilweise in Wiesland umgewandelt sind und den Namen daher haben, weil hier früher Kohlen gebrannt worden, war seit der Franzosenzeit ein Schatz vergraben. Jeweilen am Palmsonntag, während in der Kirche die Passion gelesen wurde, sah man ein unbekanntes Weiblein in dem Garten stehen, das auf einem weissen Leintuch den weithin schimmernden Schatz ausgebreitet hatte. Kam man in die Nähe, so verschwand alles.
Andere erzählten, wenn man eben zur genannten Zeit hinüber gehen würde in den Garten, könnte man den Schatz sehen.
Barbara Zurfluh, 80 J. alt; Barbara Gnos u.a., Amsteg
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.