Von Eisenzäunen
a) Am Nordabhang der Spitzä, zwischen Obsaum und der Rütti, hat sich vor dem Bergsturz von 1887 die Bärtschäplangg ausgedehnt, wo viel Wildheu gewonnen wurde und ein auch für Rindvieh gangbarer Weg führte, wenigstens bis ins 19. Jahrhundert von der Rütti nach Obsaum. Etwas tiefer hiess eine bis zur genannten Katastrophe mit Gebüsch bewachsene Gegend »i dä Gäisä«, eine andere »der Wylerwald«, ein gewisser Punkt »ds Hicki« und der Wald dabei »der Hickiwald«, lauter Namen, die der jüngern Generation schon entschwinden. Eine Örtlichkeit ob der nur für Geissen und Schafe nutzbaren »hibschä heechä Plangg« im obern Sulztal heisst »ds Älpäli« und sei vor Zeiten eine richtige Alp gewesen. D'Milch heigmä-n-undr-mä Balmstei gnutzet, d.h. ein Balmstein diente als Sennhütte. Der Balmstei isch jetzt nu z'gseh.
Pfr. Arnold, 70 Jahre alt
b) Die Sage behauptet, sowohl in den Gäisen als auch in der »hübschen hohen Plank« sei prächtiges Weidland gewesen, das die Heiden je mit einem Eisenhag eingezäunt hatten.
Theresia Gisler, 73 Jahre alt, Spiringen
c) In der Alp Heidmenegg, im Heidenstäfeli und im Heidenwäldeli im Schächental und in der Heiden- oder Ruosstalbalm im Isental lässt die Sage Heiden- oder Wildleute wohnen.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.