Chämi üff
a) Ein Schneider, der bei zwei Jungfern auf der Stör war, passte ihnen auf und machte es ihnen nach, sagte aber: »Obä-n-üss und dur alls har a.« Nach langer Irrfahrt kam er auf seiner Schindel in ein Waldhäuschen ... Als die Herrlichkeit verschwunden war, hatten sich die Speisen in Rossbollen verwandelt.
Fr. Gamma-Zgraggen, 40 Jahre alt, Silenen
b) Zwei Burschen, die zu einem Maitli z'Stubeten gingen. Der eine Bursche sagte wie die zwei Hexen: »Dur ds Chämi üff und abb und niänä-n-a.« Der andere: »Dur ds Chämi üff und abb und dur alls har a.« Der syg niä meh z'erfragä gsy. – Als der eine Bursche im Saale erschien, syget diä Mäitli erschmyet. Är häig alli kännt und sy ihnä etc.
Katharina Gamma, 50 Jahre alt, Wassen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.