Die Kastenvögtin
vom Muotatal hatte sich einst in einen Ronen verwandelt, um einigen Holzarbeitern ungestört zuzuschauen. Beim Zabig lagerten sich nun letztere um den Strunk herum, steckten ihre Messer hinein und legten Brot darauf. Als man später die Hexe verbrannte, legte sie das Geständnis ab, dasselbe Mal habe sie in der grössten Lebensgefahr geschwebt; die Messer seien ihr fast ins Herz gedrungen, und wegen des Brotes habe sie sich nicht entfernen und nicht zurückverwandeln können.
Martin Planzer, 36 Jahre alt, Unterschächen, und a.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.