Toggeli-Aberglauben im Meiental
Bei uns im Meiental lässt sich das Toggeli hauptsächlich im Hühnerstall merken oder überhaupt bei den Hühnern, denn zur kalten Winterszeit hält man diese öfters in der Stube unter oder auf dem warmen Ofen. Es treibt sie herum, beunruhigt sie, dass sie laut gaggen und schreien und herumflattern. Dem Spuk hilft man damit ab, dass man ein rostiges Messer oder eine rostige Sense inwendig über der Türe einsteckt. Rostig muss das Instrument sein, sonst gilt es nicht.
Mit dem Bautzi und mit dem Toggeli hat man uns Kinder auch zu fürchten gemacht.
Mit einem vierblätterigen Klee »Toggälichlee« spielen, glaubten wir, vertreibe das Toggeli.
Karl Dubacher, 35 Jahre alt, Meien
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.