Von Montefunern
die vor Zeiten im Meiental hinter Lytzigen1 nach Gold gegraben und im Verein mit den Leuten aus Meien ein wüstes Leben geführt, hat unsere Mutter oft erzählt.
Fr. Mattli-Gerig, 45 Jahre alt, Wassen, 1926
Fußnoten
1 Lytzigen im Meiental und nicht Leggistein bei Wassen ist das Lougastingen, Lougasingen von 1318 und 1338; der Name ist abzuleiten von »Liutgast« (Leutgast), einem doppelstämmigen alemannischen Personennamen, beziehungsweise von dessen Kurzform »Lützo« (aus Liutizo). Das schriftdeutsche »Leute« (lüte) heisst in der Urner Mundart: Lyt, in andern Dialekten: Lüt. Jahrzeitbuch Wassen ca. 1518–1525: Hus und Hofstat und Matten heist Lützigen im Moeyen. Leggistein heisst um 1520: Lueggenstein, Leuzingen im Kanton Glarus im 12. Jahrhundert: Loeugesingen.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.