Von einem Schatz im Gruontal
Es ging die Sage, im Gruontal sei ein Schatz an einer gewissen Stelle vergraben. Ihrer zwei machten sich einmal daran, ihn zu gewinnen. Sie gruben und gruben und kamen endlich auf eine eiserne Kiste, und auf dieser kauerte eine Kröte. Jetzt dachten sie, es sei Zeit, etwas zu essen, der Schatz entgehe ihnen nicht mehr, und setzten sich in einiger Entfernung nieder und assen etwas. Als sie die Arbeit wieder an die Hand nahmen und die Kiste herauslüpfen wollten, war diese verschwunden.
Fr. Ganz-Aschwanden, 56 Jahre alt, Flüelen
Anmerkung: Auf Zeisigegg soll eine Burg oder ein Turm gestanden haben. – Die Hortsagen enthalten gerne einen geschichtlichen Kern. – Betreff Oppli-Egg siehe Durrer: Oppligen im Lande Uri, im Jahrbuch für Schweizer Geschichte, Bd. 24, der auch zu Oppligen eine ehemalige Burg vermutet.
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.