Gespenst in Finken
Der Türä-Teeni von Wassen kam in einer Winternacht, da es Schnee hatte, von Geschenen her. Als er das Tschätterbächli erreichte, erblickte er auf der Strasse einen Mann, der ihm entgegen kam. Es war ein schytzlicher Mann von Grösse! ein Weltsmann! aber ohne Kopf. Die Füsse schützten ein Paar »wiëtig« Finken von nie gesehener Grösse vor der Kälte. Nun, sie gingen an einander vorüber. Als der Weltskerle am Teeni vorbei war, dachte dieser: »Da wit etz doch lüegä, was der fir-nes Gspur macht mit synä Finkä!« Er wandte sich um; da war aber kein Mensch mehr zu sehen und im Schnee nicht die geringste Spur zu entdecken.
E. Baumann-Muther
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.