Die Marchsteine auf Hutt-Egg
Auf Hutt-Egg in Bauen hatte es schon öfters nachts die Marchsteine unter dem Wald ausgerissen und ein Stück weiter nach unten ins Eigen hineingetragen. Es nützte rein nichts, sie an gewohnter Stelle wieder aufzurichten. Endlich liess sich der Eigentümer die alten Kauf- und Marchbriefe vorlesen und musste daraus erkennen, dass einer seiner Vorfahren auf Hutt-Egg die Grenzen des Gutes gegen den Wald hinauf erweitert und ein Stück Allmend zu Eigen eingeschlagen hatte. Nachdem er die Marchsteine am gehörigen Ort eingeschlagen, liess es sie in Ruhe.
Marie Ziegler, 60 J. alt.
Wie oft belehrte mich, den Sammler dieser Sagen, der alte Tablet-Jost in Bauen: »Das lüegä-n-ich fir dië greescht Sind a, wennd epper Allmeini zu Eigä-n-ischlaht. Der v'r-fählt sich am Allg'meinä, und d'r Schadä waxt eißter vo Jahr zu Jahr.«
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.