I d'r Rischi
Ammä-n-Ort häig ä Pfahr wellä-n-äs Gspängst bahnä, und das syg immä Gadä-n-innä gsy. Aber das häig-ä scheen a'priälet und häig'm virgha: Ob'r nimmä wissi, das'r einisch ammä Pür das scheenscht Choränähli i dä Schüehneschtlä v'rträit häig? Drymal häig-er's dur-ä Gadä hindärä 'praacht, das Gspängst, bis hert a d'Rischi züechä, und drymal syg's wider mid'm chu zum Gadä-n-üss. Aber ändlächä häig-er's doch innä 'praacht i d'Rischi, und da innä häig-er's v'rbahnet, da häig's miässä blybä. Aber d'r Pfahr syg doch flättsch-bachnassä gsy vo Schweiss, us'm üsä g'runnä syg's wiä us-ämä v'rlächnätä Zuber. – Solche Geschichten weiss meine Mutter (75 Jahre alt) viele; aber ich dulde nicht, dass sie selbe vor meinen Kindern erzählt; ich will nicht, dass sie gfurchtig werden.
Fr. Gamma-Zgraggen, 40 J. alt, Silenen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.