Wiederkehrende Mutter
Auf dem Wasen in Göschenen stand eine Kindbetterin zu früh auf, was ihren Tod verursachte. Nachdem sie gestorben, wurde sie von ihren Kindern gesehen. Sie sass jeweilen auf dem Ofenbänkli, und die Kinder sagten zu dem Vater: »Gib doch der Mutter auf dem Ofenbänkli auch zu essen.« Aber der Vater konnte sie nicht sehen. Später verbannte man sie in ein Kämmerlein, wo sie heute noch wandlet.
Emil Baumann-Mutter
Spielart: Sie muss in dem Hause wandlen, bis das jüngste Töchterlein 20 Jahre alt ist. Das ist jetzt der Fall.
Frz. Baumann und Anton Gerig, Göscheneralp
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.