Das Heilkraut der Schlange
Jemand hieb einst einen »Wurä« entzwei. Der Kopf lief davon, holte ein Kräutlein, legte es sorgfältig auf die offene Wunde des Rumpfes und schmiegte sich selbst ebenfalls darauf. Alsbald wuchsen Kopf und Rumpf wieder prächtig zusammen.
M. Josefa Aschwanden, 75 Jahre alt, Sisikon
Ein Gurtneller hieb vor einigen Jahrzehnten auf eine Schlange ein und verwundete sie an mehreren Stellen sehr stark. Am folgenden Tage fand er sie wieder auf einem Stein, und auf jeder Wunde lag ein Pflanzenblättchen, das er nicht kannte.
Ed. Furger, Gurtnellen
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.