Die Heidenleute und die Pest
Einst hauste im Schächental ein schrecklicher Sterbet, der Beulentod, der die Grosszahl der Menschen dahinraffte. Da kam ein Heidenmütterchen in das Dorf und rief:
»Ässet (wyssi) Änzä, Stränzä und (wildi) Bibernällä, so stärbet-er nit ällä«.
Wer die Lehre befolgte, blieb von der Pest verschont. Der Spruch lautet auch:
»Ässet Änzä, Stränzä, Bibernäll und beijets Brot,
So stärbed-er nit am Byletod.«
Oder nach einer alten Fassung von Isental:
»Ässet Änzä, Stränzä-n- und Bibernällä,
So wird der Tod abgällä.«
Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.