Es längs Hoor im Wasser
Es längs Hoor im Wasser
Üsi Base het es Meiteli gha; äs isch chum jährig gsi. Amene Sundi het einisch d Base mit ihrem Ching zur Gotte welle. Dr Wäg isch dürne Wald gange. Ungerwägs isch sie abghocket. Du isch e Frau derhär cho. Wo sie welle. Zur Gotte. Die sig nid deheim. „Du hesch do gar es stifs Meiteli,“ u dermit strichli sie ’s Ching.
Vo denn ewäg het das Meiteli nümme welle d’Milch näh. Doktere het nüt abtreit. Do isch e Chüeiher gsi. Dä seit: „I fahre gli uf u goh düre Wase. Gät mer Wasser vom Ching.“ D’Eltere si iverstange gsi.
Dr Zürcher Ueli hat’s Wasser gno. „He jo“, het er gseit, „was chlapperi sie so lang!“ Es längs Hoor isch im Wasser gsi. Drufabe het er gseit: „Näht drü wissi Steinli mit schwarzen Öderli‚ drü Stückli Holz, wo ’s Wasser zuehetreit het, drü Büscheli Hoor, wo ’s Meitli uf em Chopf treit, nün Bitzli vo sine Fingernegeli‚ nün Bitzli vo de Zeihenegeli, das sölle sie i ’s Füür gheie. Es guetet de. We sie nid will, so muess sie de.“
U das Mitteli het agschlage; ’s het guetet. ’s Meiteli het d’Milch gno un isch es tolls, bravs Wibervolch worde.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.