Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

E Lohersteiversetzer

Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage

E Lohersteiversetzer

No-n-ere Hüttegmein sin e paar Bure no chli bliebe hocke un ersch um Mitternacht gäge hei glüffe. Du hei si vo dr Sossaugass us uf em Teufbütz es Liecht gseh. Sie si bliebe stoh u hei ihm e Rung zuegluegt.

Ändtlige si sie süferli bas hingere glüffe; vowäge sie hei nid welle dr Name ha, sie heigi nid zuehe dörfe. Du hei sie e wehligi Stimm ghört: „Förchtet ech nid! I tue-n-ech wäger nüt. Luegit i han e Locherstei vürers to. Dessitwäge muess i umecho. Dir chöit mi erlöse. Zmornderisch um die glichi Zit müesst er de Stei dert setze, wo ’s Locher düre geiht. Es steckt es Rüetli dert. Aber d’Hang gät mer de nid, wen i wott danke.“

Die Manne hei fascht gschnadelet. Äs het ne’s ume halb chönne. Sie hei längs u breits gwärweiset: Wei mer oder wei mer nid?

Aber sie si doch gange. E füürige Ma het ne zündtet. Sie hei de Stei i’s Locher to. Du het dr Ma ne d’Hang häregstreckt, für ne z’danke. Du het ihm eine dr Schuflestiel dargha. Eismols chräschlet’s u sprätzlet’s, u gli druf wird ’s feischter. Dr Ma isch ewägg gsi. Aber do, wo-n-er het dr Schuflestiel ergriffe gha, het me guet die verchohleten Abzeiche vo de Fingere mögen erchenne.

M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.