Vo dr Schlossschür
Vo dr Schlossschür
Z’Dietel ungerem Wald isch es Hus; mi seit ihm d’Schür. Vo do us geiht es Hohlwägli düre Wald uf. De chunnt men uf d’Höhi. Do isch vor alte Zite es Schloss gstange, u d’Schür, wo derzue het ghört, isch do gsi, wo hüt das Hus steiht, däm me d’Schür seit.
Denn, wo-n-i no z’Dietel gsi bi, si i dr Schür drei Brüeder gsi. Eine vonne isch Bammert gsi. Dä het rner erzellt, i strube Nächte heig er mängisch ghört, wie dür dä Hohlwäg e Gutsche fahi; äs heig grasslet u gchlepft, u de sig es cho u bi ihrem Hus uber d'lfahrt ihe.
Einischt sig er im Wald gis, dert wo das Schloss gstange sig; äs sig z’mitts uber Tag gsi, öppe am zwölfi. Kes Lüftli sig gange. Sälb Rung sige no gross Tanne do gsi. Eismols heig’s i de Dolder afo rusche; öppis ghei vo re Tanne uf e Boden abe. Das heig prezis eso gmacht, wie wenn e Riter mit Schwärt u Panzer am Bode tat ufschlo. Gseh heig er nüt.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.