Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Gang mer nid i ännere Egge

Land: Schweiz
Kanton: Bern
Kategorie: Sage

Gang mer nid i ännere Egge

Bim Drösche het es z’uneise gä; das isch mithine so, wo ne Chuppele jung Lüt binenangere si. Dr Hansjoggeli isch eine vo dene gsi, wo ke Gspass het chönne verstoh; är het to wie ne Chatz am Hälsllg, u die angere hei ersch ’s Gspött mit ihm gha.

Derno si sie go z’Nüni näh; aber är het tublet un isch derhinge bliebe. Sie hei si dessi weneli gachtet; aber bim Umecho gseh sie, dass er am Tennstöri hanget. Wohl, das het ne Bei gmacht u gleitig hei sie ne abegno. No gli het er si bchimt; aber jetz het er ufbigährt u gseit: „O, wie schön isch es gsi! O, wie schön hei sie giget: Gang mer nid i ännere Egge. U chlini Manndli mit Geissfüesse si cho u hei dürenangere tanzet.“

Äs isch no lang bi den alte Lüte as Sprüchwort gsi: Gang mer nid i ännere Egge.

Traumähnliche Wirkungen kann Ertrinken auslösen, vielleicht auch Erhängen. Die Worte: Gang mer nid i ännere Egge, dürften wohl einem verschollenen Tanzliedchen zu Grunde liegen.

M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929

 

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.