Vo de drei Chüeiher uf em Enzi
Vo de drei Chüeiher uf em Enzi
Säle Rung, wo dr gross Stärbet isch gsi, hei uf em Enzi drei Brüeder gchüeiheret. Amene Nomittag si sie einisch go rüten u schwändte u hei es Tannli umgmacht. Das het si ob em Gheie ghäicht, u eine isch uehegchläderet, für’s go z’löse. Du het er Escht abgmacht u glöst. Eismols seit er, ihm wärd ganz übel u eländ: är isch abgerütscht un im Augeblick e Lich gsi.
Drufabe isch dr zweut uehegchläderet. Däm isch es uf ’s Hoor glich gange. I churzem isch er e Lich gsi.
Jetz isch no dr Jüngscht do gsi. Dä het däicht, we das däwägg goh mües, so löi er d’Chüeh us. Aber bi dr Hütte het er dr Chopf an e Rafen agschlage; är het blüetet u blüetet; äs het fascht nid wellen ufhöre.
Derno isch er go luege, wie’s an angeren Orten usgseih. Im ganze Trueb het. er nume no drei läbegi Persone gfunge. All anger Lüt si gstorbe gsi.
Nicht alle Menschen, die von der Pest ergriffen wurden, sind dem Tode verfallen. Bluten kann Heilung bringen. Landammann Tresch von Uri schlägt stürzend die schwarze Beule auf; die Wunde blutet, und die Krankheit heilt.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.