Dr Müller mit sine Töchtere
Dr Müller mit sine Töchtere
E Müller het drei Töchtere gha, nid grad die witzigschte. Schriss hei sie keine gha, villicht äbe grad wil sie ’s Pulver nid hei erfunge gha. Aber dr Müller hätt se gärn öpperem ufghalset. Drum het er einisch Buebe zumene Obesitz gheisse cho; aber är isch i dr Forcht gsi, die Buebe chönnte no erschüche, we sie merkti was Gattigs. Drum het er de Meitli gseit, sie sölle de nüt säge, är well de scho für sche rede.
Ei Obe si Buebe agrückt, u dr Müller het ne brichtet diesersch u äis, wie’s öppe geiht, we men öppere wott ihespränge. Ungerwile geiht eini i d’Chuchi go luege, wie’s rücki. „Ätti, Mil älle", chunnt sie ihe. „U, nüt dädä, nüt dädä“, macht die anger druf. Die dritti hingäge het afo täutschle: „Död is, i nüt deit a. I de Ma ha!“ Uf das abe hei die Buebe gnueg gha für e Gwunger; eine nom angere heig si drückt u sig nümmen ume cho.
M. Sooder, Sagen aus Rohrbach, Huttwil 1929
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.