Verwandlung des Mutteri in Fideri
Vor alte Zite - so erzählt man in Glarus - ischt e prächtigs melchs Gresli bis uf die höchste Grät ufe gwachse. Jez findt mes nu noch witer unde. Worum ächt? Darum das es d' Pure z'guet g'ha händ derbi und übermüetig worde sind. Wenn sie aden undere Stäfle gsi sind, so sind sie viel nidsi gange gu tanzen und gu wüest tue. Ab den-oberen abe hets es aber nüd möge gä. D's Gras ist so guet gsi, dass sie drümal heid müese melche z' Tags; drum heid sie müese dobe blibe. Das het ne gar nüt g'falle und sie heid mängmal g'seit: wenn nu de Tüfel das Gras nähm. Weget dem ist d's best Gras, d's Mutteri in der Höchi obe vertüret und es het Fideri drus gä .
Theodor Vernaleken: Alpensagen - Volksüberlieferungen aus der Schweiz, aus Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien 1858
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.