Der Krümmlihund
Der Krümmlihund gilt im Siggentalerdorfe Obernussbaumen. In der Viehgasse kollert sich Nachts den Leuten ein Tier mit leuchtenden Rollaugen entgegen, wegen seiner Wälzungen und Verkrümmungen der Krümmlihund geheissen.
Er war hier Schaffner gewesen und hatte den Zehnten für das Stift S. Blasien einzutreiben. Seinen schlimm erworbenen Gewinnst vergrub er im Hubacker. Die hier zunächst Wohnenden erblicken ihn als einen Mann in Kurzhosen, die mit zwei Reihen grosser Knöpfe beseht sind, aber auch als Füllen, als Schwein und Hund, seine vergrabenen Schätze hütend.
Quelle: Ernst L. Rochholz, Naturmythen, Neue Schweizer Sagen, Band 3.1, Leipzig 1962
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung www.maerchenstiftung.ch