Dorfhund zu Mägden
Vom Dorfbrunnen, welcher Schwefelbrunnen heißt, lief früher das Obwasser einen Straßengraben hinab in den Dorfbach, welcher von Winterfingen kommt. Dieser offene Graben mit schwarzschlammigem Wasser, hieß das Roßbächli, nunmehr ist es eingedohlt. Hier zeigte sich sonst an Frohnfastentagen ein schwarzer Hund, der Nachts den Leuten nachlief, zur Größe eines Kalbes anschwoll, und Jeden, der ihn von sich jagen wollte, mit Kopf- und Halsgeschwulst schlug. Gegen ein solches Übel halfen nur kirchlich geweihte Kräuter.
(Fürsprech P. Stäuble von Magden.)
Band 3.1, Quelle: Ernst L. Rochholz, Naturmythen, Neue Schweizer Sagen, Leipzig 1962, S. 89 - 90
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung www.maerchenstiftung.ch