Die wilden Männlein in Maladers
An verschiedenen Orten ist es vorgekommen, dass wilde Männlein den Leuten das Vieh hüteten, zur Weide und wieder nach Hause trieben. Sie nahmen für ihre Dienste niemals anderen Lohn an als Milch und anderweitige Nahrung.
In Maladers hütete ein wildes Männlein längere Zeit einem Bauern die Kühe und besorgte ihm sogar noch Stallgeschäfte, und der Bauer gab ihm nur den Schaum von der Milch zum Lohn und als er ihm einmal auch Milch vorstellte, so machte sich das Männlein davon und zeigte sich nicht mehr.
Theodor Vernaleken: Alpensagen - Volksüberlieferungen aus der Schweiz, aus Vorarlberg, Kärnten, Steiermark, Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien 1858
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.