Die Familie La-Beaume
Ob Les-Arses ( ein Weiler unweit des Bergdorfs Charmey) gewahrt man eine grosse Felsenmasse, "la Pierre de la Beaume" genannt, auf der man sich noch am Ende des vorigen Jahrhunderts einige Mauerwerke, die Ueberbleibsel eines Schlosses der Familie La-Beaume zeigte. Die edle Familie La-Beaume stammte aus Savoyen, man weiß aber nicht, wie sie ins Alpengelände von Charmey kam. Als sie aus dem Balmistale zog, verkaufte sie der reichen Familie Remy ihre Güter, die sehr beträchtlich waren, da sie sich bis zum Praz de l'Essert oder der Riedmatte erstreckten. Ein solcher Reichtum konnte jedoch nur durch Zauberkünste und mit Hülfe des Fürsten der Finsternis erworben worden sein, weswegen die Käufer einen sehr kostspieligen Prozess aushalten mussten, der sie fast an den Bettelstab brachte; aber dafür erhielten sie am 5. November 1652, als Ersatz, vom Schultheiss und Rat zu Freiburg ein Ehrenzeugnis, "dass sie weder Hexenmeister noch Zauberer seien."
C. Kohlrusch, Schweizerisches Sagenbuch. Nach mündlichen Überlieferungen, Chroniken und anderen gedruckten und handschriftlichen Quellen, Leipzig 1854.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch