Der Mann von Muntclü
In einem Walde (Muntclü genannt), zwischen den Gemeinden Schuls und Ftan, erscheint um die Geisterstunde ein Mann. Er läuft im Gehölze herum, heult und bittet kläglich um Hülfe und Rettung. Der rechte seiner Arme soll eingetrocknet und auf den Knochen der Hand soll weder Haut noch Fleisch sein. Diesen Arm streckt er vor sich hin.
Jeder, wenn's immer möglich ist, weicht zur Nachtzeit diesem Walde aus.
Man erzählt, dieser Mann habe während seines Lebens in diesem Gehölze einen Mord begangen.
C. Kohlrusch, Schweizerisches Sagenbuch. Nach mündlichen Überlieferungen, Chroniken und anderen gedruckten und handschriftlichen Quellen., Leipzig 1854.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.