Die verwünschte Allmend
Einst wurde in Zug ein Übeltäter ausgepeitscht und mit wundem Rücken zum Land hinaus gejagt. Auf diesem Schmerzensgange verwünschte er die Allmend, wo die Exekution erfolgte, dermassen, dass nichts mehr auf derselben wachsen wollte. Drauf liess er verlauten, man müsse, um das Übel zu heben, auf der Almend vier steinerne Kreuze errichten, welche auf einer Stelle zugleich gesehen werden können und am Fusse derselben die vier Evangelien vergraben; auch künftighin einen Ausgepeitschten nicht ohne einen Reisepfenning fortschicken. Sein Rat wurde befolgt.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.