Die Ankenballenfluh
In der Gegend des Kilchzimmers bei Langenbruck wohnte vor Zeiten ein wohlhabender Senn. Auf seinen fetten Alpen weideten stattliche Viehherden und gross war der Ertrag an Butter und Käse. Doch war der Senn vom Geizteufel besessen und während einer grossen Teuerung rahmte er die Milch ab, bevor er Käse bereitete. Den Magerkäse verkaufte er zu hohen Preisen, während er die Butter aufspeicherte, bis sie noch höher im Preise stünde. Doch dem Jahre der Teuerung und Hungersnot folgten gute Jahre und der habgierige Senn war um seinen Gewinn betrogen; denn niemand wollte ihm seinen Anken abkaufen. So blieben die Stöcke und versteinerten im Laufe der Jahre zu der «Ankenballenfluh».
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch