Herkunft des Namens Aesch
Als im Frühling des Jahres 58 v. Chr. das Raurachervolk sich anschickte, die alte Heimat zu verlassen, da schlugen überall die Flammen aus den Strohdächern und lohten Freudenfeuern gleich zum Himmel. Gierig leckten und frassen sie auf, was nur immer brennen wollte, — und das war alles! Kaum einer weinte dem Vergehenden ein verstohlenes Tränlein nach, etwa ein altes Mütterchen, ein lebensmüder Greis, dem die Reise ins Totenland willkommener gewesen wäre, als der Zug in das gelobte Land Gallien, dem die Jungen mit Begeisterung zugestimmt hatten. Die strebten jetzt mutig vorwärts der unbekannten Ferne entgegen.
Längst waren die Freudenrufe im Talausgang verhallt und das Knarren der Karrenräder verlor sich in der Ferne. Das Feuer aber frass ungehindert, lustig weiter, bis von dem Ort an der Birs nichts mehr übrig war als ein grosser Aschenhaufen.
Spätere Ansiedler an dieser Stelle nannten ihre neue Niederlassung Aesch, zur steten Erinnerung an den grossen Aschenhaufen, den sie bei ihrem Einzug hier vorgefunden hatten. Dieser Name ist geblieben bis auf den heutigen Tag.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch