S Däntschesäuli
In früechere Zyte hei d’Ramschteritter hinderim Dorf Brätzbel in der Däntsche e Fischweiher gha; me gseht hüte noh, wo der Damm dure gange-n-isch. Me heig lang noche z’nacht noh Lüt in oltmödische Trachte gseh ummelaufe.
Eusere paar Kamerade sy emol z’obe hinderim Dorf dur d’Däntsche dure; mer hei gluegt, öb me neume chönnt e Nachtbuebestreich usfüehre. Do hei mer gseh ne Säuli ummespringe. Mer säge, das syg öpperim furt und luege’s gege d’Hüser abe z’trybe. Bim e Schopf isch das Säuli aber dur e Latteverschlag gsprunge, mer hei nit gwüsst wie. Und wie’s dinne gsi isch, isch`s undereinisch zum e Ma worde. Mer sy alli zäme ins Dorf gsprunge; d’Nachtbuebestreich sy-n-is vergange; jede het si still hei ins Bett drückt.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch