Der Wälthund
Wie die olte Lüt albe verzellt hei, het me früecher z Brätzbel e-n-übernatürlig grosse Hund gseh, der Wälthund hei ’s ihm gseit. Eimol syg er vom Usserländli durab cho, ’s andermol vom Niederländli duruf; gwöhnlig heig er dernoh der Wäg d’Chilchgass uf ygschlage. Mängisch heig me-n-ihn au numme gkört der Bach uf und der Bach ab watschle. Die Lüt wo-n-ihn gseh hei, heige gseit, er glych im e Hund und glych im e Chalb!
Wie’s heisst, heig emol e Schnyder sy Suhn, e Tuenitguet, furt gjagt. Spöter syg der Suhn in Not und Eländ yne cho; er heig müese hungere und in Schöpfe und im Freie übernachte. Dernoh heig er im Vatter hei gschribe, er sell ihm doch Gäld schicke. Der Vatter heig ihm aber numme-n-e Hälsig gschickt. Dernoh heig der Suhn im Vatter agweuscht, er sell, wenn er gstorbe syg, müese umme-n-irre, wie er jetz und er sell für alli Zyte kei Ruehi meh ha. Und sithär ass dä Vatter gstorbe-n- isch, mües der Wälthund umme goh.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch