Der Brüschhund
In Füllinsdorf wurde früher im «Brüsch», dem Bachgraben, ein grosser, schwarzer Hund mit feurigen Augen gesehen. Einzelne wollen gar eine gewaltige Kette gewahrt haben, die das Tier klirrend hinter sich herschleppte.
Vor hundert und mehr Jahren sah man den Brüschhund vom Dorf bis zur Kreuzstrasse auf das linke Ergolzufer hinüberwechseln. Damals versuchte ein bekannter Jäger vergeblich, auf den Hund zu schiessen; auch gelang es jungen Burschen, die ihn näher beobachten wollten, nie, ihn zu stellen. Er verschwand immer spurlos, wie er gekommen war und seinem Erscheinen folgte nach ein paar Tagen immer Regenwetter.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch