Eine Hexe narrt einen Jäger
In Furlen bei Lausen wohnte ein Mann, der mit Leidenschaft der Jagd oblag. Oftmals zeigte sich ihm ein Hase in günstiger Schussweite oder stellte sich ihm in den Weg, wenn er von der Jagd nach Hause kam. Mehr als einmal legte der Jäger auf den Hasen an, zielte, schoss und glaubte sich seiner Beute sicher. Doch, was geschah? Jedes Mal, wenn er glaubte, getroffen zu haben, machte der Hase das Männchen und verschwand. Ärgerlich ob dieser Neckerei, machte der Jäger eine ganz besondere Ladung bereit. Er stopfte nämlich Salz und eine Silbermünze in den Flintenlauf. Bald darauf gelang es ihm, diesen Schuss auf den Hasen abzufeuern. Von dem Tage an sah man eine Nachbarin, die man schon immer als im Besitz heimlicher Kräfte verdächtigt hatte, nur noch hinkend herumgehen.
Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch