Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Die verlorene und wiedergefundene Fuchsfalle

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Eine alte Frau aus Anwil erzählte: Dem Vater deiner Grossmutter, welcher sich gerne der Jagd hingab, war eine hölzerne Fuchsfalle abhanden gekommen, die er im Wald gestellt hatte. In der Hoffnung, der Rheinfelder Scharfrichter werde die Falle wieder beibringen können, begab er sich dorthin. Weil er unterwegs mit keinem Menschen reden durfte, so brach er schon früh um vier Uhr auf und wanderte über den Berg, um niemandem zu begegnen. Erst um acht Uhr kam er in Rheinfelden bei dem Manne an, von dessen geheimen Kräften er sich Hilfe versprach. Er durfte aber sein Anliegen nicht vorbringen. Mengis fragte ihn: «Ist etwas verloren gegangen?»— «Nein.» — «Aber gestohlen worden?» — «Ja.» — «Geht jetzt nur heim, ihr werdet das vermisste Geschirr in dem hintern der beiden Heiterlöcher im Giebel gegen das Gässlein finden.» Als man nachsah, steckte die Fuchsfalle richtig dort.

Quelle: G. Müller/P. Suter, Sagen aus Baselland, Liestal 1939.

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch