Obermad
Ds lescht Derfli gägen Gadmen hinderhi ischd Obermad. Im Üüstagen old schon im Winter, we's towwed, ghijen d'Lowweni zringetum über d'Siiti inha. D'Hiiser und d'Schiireni stään eng anenandren und lää si zsämen zun enem chliinnen Hiifli. Dr Chatzenhubel räised d'Gadellowwi ab, das em Derfli wenig old nid vil cha gscheen.
Äis wän us e Fleenen es Zwäärgli abhachun. Aber niidverfäänd Bööben häin niid Gschiiders gwissd z'töön, wan das Zwäärgli z eellen und z'ääken. Am Änd hed's ne chennen eggaan, und in allem Furtloiffen hed's greefd:
„Wee ischd die Wäld so gross
Und d'Utriww so gross
Und d'Faltschhäit so gross,
Obermaad mööss driimal undergaan."
Das ischd eso chun.Äis ischd Obermaad verbrunnen. Ds ander Mal hed’s d’Gadellowwi uber ds Derfli inhagreerd, und wäis Gott, was ds dritt Mal sol gaan!
Melchior Sooder: Zelleni us em Haslital. Märchen, Sagen und Schwänke der Hasler aus mündlicher Überlieferung. Basel 1943.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.