Vum Zwirgiriiter
D'Hasler ung Grindelwaldner häi-w-wägen dr Schäidegg midenandre gunäised. D'Grindelwaldner häi tiir und fescht bherted, die Alp siigi iri und geng iri gsiin und si häiga sa getzd und gnutzed sa lang, das ma si megi dra bsinnen. Äi Vogel, äis Gsang! D'Hasler hingäge häi gsäid, d'Schäidegg siigi d'March, ung Grindelwaldner häigen heenaha niid z'sööchen, wa si niid häige verloren.
Dr ganz Handel ischd vor Gricht chun. En Grindelwaldner hed en Äid taan, sa waar, das e Schepfer uber im siigi, stäji är uf Grindelwaldnerboden. Undrem Hööd hed er e Schepfleffel ghäben und i Schöönen Härd us siim Garten. Döö sii d'Hasler um d'Schäidegg chun.
Aber dr Grindelwaldner, wa hed gäided ghäben, sa waar, das uber im e Schepfer siigi, stäji är uf Grindelwaldnerboden, ischd nid a d'Rööww chun. Är chunnd uf enem Ros vun dr Schäidegg naha, riited gäg em Roosellowwi virha, dir Gschwandtemmad und sprenggd uber ds Zwirgi ab! Mee wan äim ischd er scho z'Nacht ebchun! Dee äinte sägen, är sitzi vercheerta uf em Ros, ds Hoit undrem Öögs. Bim Landhüüs siig er undermalen uber dee stäinig Stägen üüfgritten bis inhi i d'Grichtstuben.
Melchior Sooder: Zelleni us em Haslital. Märchen, Sagen und Schwänke der Hasler aus mündlicher Überlieferung. Basel 1943.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.