Vun dr Gäldchischten im Reschtituren
Äs gäid no genge ds Gred, im Reschtiture siigi en hüüfen Gäld.
Vor enem Tschuppe Jaaren häi zween das Gäld welle-r-räichen. Wa's am Gloggeturen hed zwelfi gschlagen, sii s' bim Schlos gsiin u-s-siin zun arra Tire chun. Si siin gäg sa zöö, und döö isch schi vu sälber üüf. Si siin inhi und in es Ghalt chun. Da ischd e Chischte gsiin; drüüf ischd es Hundelli grobbed, und dervor häi zween Hengschte zsämegreerd. Si häi's gwaagd u-s-sii zwischen Hengschten dir; egghäina hed sa bbräichd, nid den äinten, nid den andren. Derna häi si ds Hundelli ab dr Chischte glifted; taan hed's nen nid ds gringschd Dingelli. Döö häi si d'Chischten üüftaan; äbävolli Gäld isch schi gsiin; in Handhuttlenen häi si afan Gäld üüsiträägen. Si häin derna alls wellem breederli täillen; das hätti eso selle siin. Döö hed äina zobrischt uf em Hüüfen es Guldstickli gseen; verzennig hed's glitzred; im Verschläikten hed er's wellen i d'Täsche töön. Döö gid's es Breel, es Grumpel, es Toossen. D'Tireni sii zöögschletzd; alls zsämen ischd zöö! Äina wän düüsse gsiin, dr ander dinnen, und där ischd nee mee virhachun.
Melchior Sooder: Zelleni us em Haslital. Märchen, Sagen und Schwänke der Hasler aus mündlicher Überlieferung. Basel 1943.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.