Ds Achti-Liecht
Es war in den heissen Sommern so um 1890 herum. Da sah man fast jeden Abend beim Eindunkeln ein Licht von Stalden gegen Neubrück kommen. Von weitem sah es aus wie eine Laterne und drunter wie Lederstiefel. Wollte man man aber in der Nähe passen und genau hinsehen, erblickte man plötzlich weder Licht noch Stiefel. Alle Leute in Neubrück sahen es. Aber niemand hatte Angst, obwohl man wusste, dass es kein natürliches Licht war. Wir nannten es ,ds Achti-Liecht‘, weil es beim Eindunkeln kam.
Dieser Geist wurde dann gebannt.
STALDEN
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch