Die Mischabel
In der Bergkette, welche die beiden Vispertäler voneinander scheidet, zwischen dem Balfrin und dem Monte Rosa, liegt das gewaltige dreizackige Gebirge, die Mischabelhörner, deren höchste Spitze Dom heisst. Einige wollen den Namen Mischabel herleiten von seiner Form und sagen, es komme von Mistgabel; andere sagen, es sei ein arabisches Wort und bedeute etwas ganz anderes. Die
Spitze wurde nach der Sage zuerst von einem verwegenen Touristen bestiegen, der in Saas-Fee nebst seinem Proviant eine Garbe Stroh mitnahm, um auf der Spitze der Mischabel ein Freudenfeuer anzünden zu können. Am dritten Tage sah man deutlich auf Mischabel ein Freudenfeuer - aber der mutige Bergsteiger kam nicht wieder zum Vorschein.
SAAS-FEE
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch