Geister misshandeln zu Tode
a) Um das Jahr 1336 hat ein Meier zu Sarnen der Welt entsagt und wurde demütiger Sakristan, seine Sünden zu sühnen. Eines Morgens, als er noch beim Dunkel die Matutin läutete, da geriet eine Anzahl verstorbener Menschen über ihn her, rissen ihn vom Läuten weg, misshandelten ihn, der kräftig schrie, und liessen ihn halberwürgt daliegen. So fanden ihn die herbeigeeilten Personen. Er wurde ganz sprachlos und lebte nicht mehr lange.
b) Um 1624 wurde auf Morschach geboren Leonhard Jnderbitzin; 1640 jagte ihn im Wilgis, in benannter Gemeinde, ein Geist zu Tode.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.