Warum der Hund den Schwanz krumm trägt
Im Luzernerbiet verakkordierte ein Mann mit dem Teufel eine Brücke um das, was zuerst dieselbe, wenn sie fertig sei, passiere. Der Teufel bringt mit vieler Müh und Not das Werk zu Stande, dann holt er den Bauer, dasselbe zu besichtigen. Dieser aber, nicht dumm, nimmt ein zwei Kreuzer Brötchen mit sich und seinen Hund. Bei der Brücke angekommen, wirft er das Brötchen über selbe, welchem auch schnell der Hund nachspringt und so zuerst die Brücke beschreitet. Unwirsch darüber wirft der Teufel dem Hund einen Stein auf den Hintern und ebendeshalb tragen seitdem alle Hunde den Schwanz krumm und lassen ihn hängen, wenn man sie vertreibt.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.