Das Gogwärgi in der Mühle
Im Mundkin war ganz früher eine Bäckerei und eine Mühle. Da half ein Gogwärgi mit und backte ganz ausgezeichnetes Roggenbrot, wie man sonst keines antraf, weit und breit nicht.
Da dachte der Rat, ihm auf Weihnachten etwas als Belohnung zu schenken. Er liess ihm in Brig ein schönes Kleid aus Drilch herstellen und legte es auf Weihnachten in die Mühle. Das Gogwärgi zog es an, betrachtete sich voll Stolz und erklärte:
«Jetzt bin ich ein schöner Mann, der nicht mehr mahlen kann!»
Seit diesem Tag ist es nicht mehr zur Arbeit erschienen.
MUND
Quelle: Walliser Sagen, gesammelt und herausgegeben von Josef Guntern, Olten 1963, © Erbengemeinschaft Josef Guntern.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch