Der Drache bei Hasle
In einem Hochtälchen zwischen Schafmatt, Feuerstein und Weissguggel im Kirchgang Hasle (Entlebuch) wurde einst von einem Älpler ein Drache erlegt und noch wird der Platz gezeigt, wo er verscharrt wurde. Doch kostete die Tat auch dem Manne das Leben. Der Ort heisst Spilmösli und man hört allda zuweilen eine „mächtige" Musik. Er ist immer rein und nichts bleibt da liegen, es wird auf geheimnissvolle Weise entfernt. Man glaubt auch, es sei dort ein Dorf und eine Mühle gestanden, während jetzt kein Mensch mehr es wagen würde, hier zu überwintern. Wo der Drache vergraben wurde, seien Mauerspuren und hatten Jäger alte Münzen gefunden.
Quelle: Alois Lütolf, Sagen, Bräuche, Legenden aus den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug, Luzern 1865. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung, www.maerchenstiftung.ch.