Tod ankünden
a) Eine Frau von Oberwil kam eines Tages über das Bruderholz nach Münchenstein, und zwar, weil ihr Ührchen stehen geblieben war. Sie sagte, dies geschehe nur, wenn ein ausserordentlicher Fall in der Familie eintrete; und richtig, bei ihrer Ankunft war bei ihren Verwandten ein Familienglied gestorben.
b) In einer anderen Familie wurde eine Frau von ihrem Manne verlassen, und dieser begab sich nach Amerika. Da soll sich einmal, nicht viel später, die Wagle (Wiege), in welcher sich ein kleines Kind befand, auf unerklärliche Weise zweimal stark bewegt (geschaukelt) haben, ohne dass die Ursache hätte ergründet werden können. Einige Wochen darauf kam aus Amerika die Todesanzeige des Vaters des Kindes, und der Schullehrer rechnete der Familie aus, dass sich die Wiege des Kindes genau zur Todesstunde des Vaters bewegt hatte.
Münchenstein
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.