Missglückte Heilung von Gespensterfurcht
J. J. Aeschbach, der in den Jahren um 1850 in Münchenstein als Lehrer wirkte und nachher mit seiner Familie nach Amerika auswanderte, hatte einen Sohn, dem er das Fürchten austreiben wollte.
Er befahl ihm zu diesem Zwecke an einem bestimmten Tage um Mitternacht auf den Friedhof zu gehen. Lehrer Aeschbach hatte sich dort versteckt, und er erschien hinter den Grabsteinen, mit einem weissen Leintuch bekleidet.
Der Sohn glaubte ein Gespenst vor sich zu sehen, und er erschrak ob dieser Erscheinung so sehr, dass er von diesem Augenblick an mit dem fallenden Weh behaftet war. Das Bedauern der Dorfbevölkerung mit dem Knaben war allgemein.
Münchenstein
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.