Erzählen
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Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

E Vattermörder as Hund

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

E Muttezer het emol mit sym Suhn zämme e Stier uf Basel yne gfüert. Er het schön glöst – aber der Jung isch ohni Vatter heicho. Er het en in der Hard tödet. E Fründ und är hai en in e Sack to und in Rhy gheit. Dä Suhn syg Schmid gsi und haig wysawy vo der Schmitte gwohnt.

Wo är und sy Fründ gstorbe sy, hai si fascht nit chönne stärbe, und vo dört a isch mängisch e grosse schwarze Hund zum Huus an echo, ebe der Mörder.

E Jud, e Vehhändler, het derno das Huus gchauft, und my Grosvatter isch däm sy Fründ gsi. Dä het em gchlagt, si müesen all Liecht ha znacht, «si gsäje all öppis», und do het der Grosvatter grote, er söll e Kapizyner lo cho. Dä isch cho, und si hai im Gang in der Muure e Loch gmacht und e Chorbfläsche parad gha. Der Kapizyner haig bättet, dass er gschwitzt het. Der Geischt hätt selle in d Fläsche, aber e paarmol syg er uf im Rand gsi und all wider drab. Zletscht het er en chönne verbanne, und d Fläsche hai si ygmuurt. Vo dört ewägg het me dä schwarz Hund nümme gseh.

Myni Grosseltere hai mängisch gsait: «Gstorben isch nit gstorbe, es chunnt druuf a, wie me gläbt het.»

Muttenz

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.