Erzählen
wirkt Wunder

Die Stiftung für Märchen und Erzählkultur

Schlachtenlärm nach dem 3. August 1833

Land: Schweiz
Kanton: Basel
Kategorie: Sage

Seit jenem unglücklichen 3. August ist die Hardt besonders, in welcher der Rückzug und die Greuelszenen stattfanden, sowie auch die Örter, wo die unglücklichen Opfer der Volkswut begraben liegen, besonders berüchtigte Spukgegenden geworden. Verschiedene Zeugnisse stimmen darin überein, dass einzelne Personen das Ächzen und Winseln der Gemordeten schauerlich hören, oder auch, ohne was zu sehen, ein beständiges Marschieren, Getümmel, Gekarr und Gefahr auf der Strasse hören.

Unser ehemaliger Milchmann und Bote aus dem Schönthal will eines Morgens die Sache so deutlich vernommen haben, dass er’s kaum glauben konnte, es sei nur Täuschung.

So auch ein Mädchen von Muttenz, das auf der Strasse wandelnd unaufhörlich dadurch geängstet wurde. Es war ihm, als wandle es mitten im Kriegszug. So hört man auch von Zeit zu Zeit unwillkürlich das Schiessen und Plänkeln in jener Gegend.

Muttenz

Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.