Der grüne Jäger
Noch bis in die neuere Zeit erzählte man von einem Jäger, der nachts die Wälder und Felder durchstreife. Er trage ein grünes Wams, sagte man, und sei begleitet von einer Schar Hunde, die beständig bellten; er aber rufe in einem fort: «Hudädä!» Wie der Blitz husche er durch das Gebüsch, und nur wenigen Glücklichen sei es vergönnt, ihn zu sehen; hören aber täten ihn alle, welche nachts beim Walde vorbeigingen. An einigen Orten hält man ihn für einen ermordeten Soldaten, der nachts auferstehe und die Luft mit seinen Klagerufen erfülle.
Schönenbuch
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.